Sie kommen zu Ihrem Auto zurück und entdecken eine Delle. Vom Verursacher fehlt jede Spur. Ärgerlich, aber Sie sind nicht machtlos. Mit den richtigen Schritten steigen die Chancen, dass Sie Ihren Schaden ersetzt bekommen.
Was sollten Sie bei einem Parkschaden sofort tun?
- Schaden und Umgebung fotografieren, auch die Position des Autos.
- Nach Zetteln an der Scheibe oder unter dem Scheibenwischer schauen.
- Passanten und Anwohner nach Zeugen fragen.
- Nach Kameras schauen, etwa an Geschäften oder Parkhäusern.
- Die Polizei rufen und Anzeige gegen Unbekannt erstatten.
Lackspuren am Schaden sind wichtige Beweise. Waschen Sie das Auto deshalb erst nach der Begutachtung.
Warum ist die Anzeige bei der Polizei so wichtig?
Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort ist eine Straftat. Die Polizei kann Zeugen befragen und Spuren sichern. Außerdem verlangt Ihre Versicherung oft einen Nachweis der Anzeige.
Wer zahlt, wenn der Verursacher gefunden wird?
Dann zahlt seine Haftpflichtversicherung Ihren kompletten Schaden. Dazu gehören die Reparatur, eine mögliche Wertminderung und die Kosten für ein Unfallgutachten. Bei kleinen Schäden reicht oft ein Kostenvoranschlag.
Wer zahlt, wenn der Verursacher unbekannt bleibt?
Dann bleibt meist nur Ihre Vollkaskoversicherung. Sie zahlt den Schaden abzüglich Ihrer Selbstbeteiligung. Allerdings werden Sie im Schadenfreiheitsrabatt zurückgestuft. Bei kleinen Schäden kann es sich lohnen, selbst zu zahlen. Rechnen Sie das mit Ihrer Versicherung durch.
Die Verkehrsopferhilfe springt bei Sachschäden durch unbekannte Fahrer nur in seltenen Ausnahmefällen ein.
Was tun, wenn Sie selbst einen Parkschaden verursacht haben?
Ein Zettel an der Scheibe reicht nicht. Warten Sie eine angemessene Zeit auf den Halter. Kommt niemand, melden Sie den Schaden sofort bei der Polizei. So vermeiden Sie ein Strafverfahren wegen Fahrerflucht.
