Auto: Unfallwagen erkennen

Lesezeit: 2 Minuten

Nicht jeder Verkäufer sagt die ganze Wahrheit. Ein reparierter Unfallschaden ist von außen oft kaum zu sehen. Mit ein paar einfachen Prüfungen finden Sie aber erste Hinweise.

Woran erkennen Sie einen Unfallwagen von außen?

  • Spaltmaße: Die Abstände zwischen Türen, Hauben und Kotflügeln sollten überall gleich breit sein.
  • Farbunterschiede: Sehen Sie sich das Auto bei Tageslicht von schräg an. Nachlackierte Teile wirken oft etwas anders.
  • Farbnebel: Lackreste auf Gummidichtungen, Zierleisten oder Kunststoff deuten auf Lackierarbeiten hin.
  • Schrauben: Kratzer an Schrauben von Kotflügeln oder Türen zeigen, dass Teile abgebaut wurden.
  • Scheiben: Auf jeder Scheibe steht ein Herstellungsjahr. Weicht eine Scheibe stark ab, wurde sie getauscht.

Was verrät der Blick unter die Haube und in den Kofferraum?

Achten Sie auf Schweißnähte, die nicht nach Werk aussehen, und auf neue Teile neben alten. Heben Sie im Kofferraum den Boden an. Wellen oder Falten im Blech sind ein Warnsignal.

Wie hilft die Lackschichtdickenmessung?

Mit einem Messgerät lässt sich die Dicke des Lacks an jedem Teil messen. Ist eine Stelle deutlich dicker, wurde dort nachlackiert oder gespachtelt. Wie das genau funktioniert, lesen Sie im Ratgeber Lackschichtdickenmessung.

Welche Fragen sollten Sie dem Verkäufer stellen?

  • Hatte das Auto einen Unfall oder Vorschäden?
  • Gibt es Rechnungen zu Reparaturen?
  • Wie viele Vorbesitzer gab es?

Lassen Sie sich „unfallfrei“ schriftlich im Kaufvertrag bestätigen. Taucht später doch ein Schaden auf, hilft Ihnen ein Beweissicherungsgutachten.

Wann lohnt sich ein Check vom Profi?

Bei jedem Auto, das Ihnen viel Geld wert ist. Ein Sachverständiger findet in kurzer Zeit, was Laien übersehen. Mehr dazu auf unserer Seite zum Gebrauchtwagencheck. Für Wohnmobile und Motorräder gibt es eigene Checklisten im Ratgeber.

brandgutachten-kfz

Über Jörg Schnatz

Ähnliche Beiträge