Motorrad: Gebrauchtes Motorrad kaufen

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Ein gebrauchtes Motorrad kann ein echtes Schnäppchen sein. Es kann aber auch Sturzschäden verstecken, die teuer werden oder gefährlich sind. Mit dieser Checkliste gehen Sie gut vorbereitet zur Besichtigung.

Woran erkennen Sie Sturzspuren?

Sehen Sie sich die Teile an, die bei einem Umfaller oder Sturz zuerst den Boden berühren:

  • Lenkerenden und Hebel für Kupplung und Bremse
  • Fußrasten und Schalthebel
  • Spiegel und Blinker
  • Seiten der Verkleidung und des Tanks
  • Motordeckel und Auspuff

Neue Teile an einer Seite und alte an der anderen sind ein Hinweis auf einen Sturz.

Wie prüfen Sie Rahmen und Fahrwerk?

Stellen Sie sich vor das Motorrad und schauen Sie, ob Vorder- und Hinterrad in einer Linie stehen. Prüfen Sie die Gabel auf Ölspuren an den Dichtringen. Achten Sie auf Kratzer oder Schweißstellen am Rahmen. Bei der Probefahrt sollte das Motorrad freihändig geradeaus laufen, wenn die Straße das sicher zulässt.

Was verraten Reifen, Kette und Bremsen?

  • Reifen: Die DOT-Nummer zeigt Woche und Jahr der Herstellung. Ältere Reifen werden hart, auch mit gutem Profil.
  • Kette und Ritzel: Spitze Zähne und eine lose Kette bedeuten bald neue Teile.
  • Bremsen: Riefen auf den Scheiben und alte Bremsflüssigkeit kosten Geld.

Welche Papiere sollten Sie prüfen?

Vergleichen Sie die Fahrgestellnummer am Rahmen mit den Papieren. Fragen Sie nach Rechnungen, Wartungsnachweisen und dem letzten HU-Bericht. Lassen Sie sich im Kaufvertrag schriftlich bestätigen, ob Unfälle oder Stürze bekannt sind.

Wann lohnt sich ein Check vom Profi?

Bei jedem Motorrad, bei dem viel Geld im Spiel ist, und bei allen Klassikern. Wir prüfen das Motorrad neutral und erstellen auf Wunsch ein Wertgutachten. Taucht nach dem Kauf ein verschwiegener Schaden auf, sichern wir mit einem Beweissicherungsgutachten Ihre Rechte. Für Autos gibt es übrigens eine eigene Checkliste: Unfallwagen erkennen.

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Über Jörg Schnatz

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